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Börsen zufrieden - arbeitslose Griechen nicht


Griechenland

Börsen zufrieden - arbeitslose Griechen nicht

Die Märkte sehen es positiv, was die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder da gestern zum Thema griechische Schulden beschlossen haben.

Man kann es an den Kursen zur Börseneröffnung am Dienstag ablesen. Frau und Mann auf der Straße sehen das etwas anders. Immer mehr Griechchen können nach Jobverlust oder Lohnkürzungen ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen. Die hier stehen Schlange, um in bar soviel einzuzahlen, wie sie können, damit ihnen der Strom nicht ganz abgestellt wird. Menschen wie die Hausfrau Mary Ionnanou. Sie findet nur Worte wie “Disaster, Katastrophe”, um die schlimme Lage ihrer Familie zu beschreiben.

Der arbeitslose Iannis Larios fragt den Reporter, wie man ohne Hoffnung denn noch kämpfen könne.

Er sagt:” Ich will arbeiten und der Gesellschaft nützlich sein – kann mich aber nur von einem Tag zum nächsten hangeln.”

Dabei sind die noch gut dran, die nur den Strom nicht mehr bezahlen können. Bei immer mehr Arbeitslosen reicht es auch nicht mehr für die Miete.

Und die Folge sieht dann so aus: Obdachlose übernachten in Hauseingängen oder über Lüftungsschächten, nur geschützt durch mehrere Lagen Karton. Hilfsorganisationen berichten von einem dramatischen Anstieg der Obdachlosenzahlen in Griechenland.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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