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In Europa wächst der Frust über Athen

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In Europa wächst der Frust über Athen

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Die Euro-Länder wollen die Hängepartie um das neue Rettungspaket für Griechenland in den kommenden Tagen beenden. Das Land soll für neue Kredithelfen aber auf Drängen Deutschlands schärfer an die Kandare genommen werden.

Unter den Geberländern mache sich “Frustration” breit über den mangelnden Fortschritt bei der Haushaltskonsolidierung und Reformen, hieß es nach dem Brüsseler EU-Gipfel.

Auch an den Märkten werde das zermürbende Warten auf eine Gesamtlösung für Griechenland zur Belastung, so ein Londoner Analyst. Jeden Monat gebe es einen neuen Gipfel mit einer neuen Vereinbarung und neuen Hoffnungen auf ein Ende der Krise. Aber jedes Mal müsse man feststellen, dass die Probleme blieben.

Inzwischen drängt die Zeit. Nach Meinung der EZB hängt der Verbleib Griechenlands in der Eurozone von der Fähigkeit Athens ab, harte Spar- und Reformmaßnahmen umzusetzen. Derzeit sei nicht sicher, ob das Land dazu die Kraft habe.

Zudem muß sich Athen mit seinen privaten Gläubigern einigen. Erst dann können die EU-Finanzminister rasch das nächste Hilfspaket von 130 Milliarden Euro auf den Weg bringen.