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Kälte aus Russland kommt nach Europa

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Kälte aus Russland kommt nach Europa

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Nach dem milden Januar kommt nun klirrende Kälte auf Europa zu. Die eisige Luft aus dem Osten hat bereits die Türkei erreicht. In Istanbul fielen rund 20 Zentimeter Schnee – für viele Menschen ein einmaliges Erlebnis. Die Schneefälle beeinträchtigten den Straßen- und auch den Flugverkehr, rund 200 Flüge mussten in der türkischen Metropole gestrichen werden.

In Polen fiel das Thermometer mancherorts auf bis zu minus 27 Grad. Allein am Wochenende erfroren 10 Menschen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich größtenteils um Obdachlose. Selbst Feuerstellen in den Straßen konnten die beißende Kälte kaum lindern.

Tschechien leidet ebenfalls unter arktischen Temperaturen von rund minus 20 Grad. Auf zwei Eisenbahnstrecken im Osten brachen wegen des starken Frostes die Schienen, die Zugverbindungen wurden unterbrochen.

Sogar das kältegewohnte Russland verzeichnete Rekordtemperaturen im Minusbereich – in Sibirien sogar bis zu minus 54 Grad. Im Süden des Landes starben die Fische in den völlig zugefrorenen Seen. Starke Schneefälle sorgten für kilometerlange Verkehrsstaus und Stromausfälle. In der Ukraine erfroren sechs Menschen, rund 400 wurden in den vergangenen drei Tagen mit Erfrierungen in Kliniken eingeliefert. Viele Schulen und Kindergärten blieben geschlossen

In Rumänien litten Mensch und Tier unter dem bitteren Frost: Strafgefangene mussten mehrere Hunde retten, die in einem Zwinger untergebracht waren und zu erfrieren drohten. Der Höhepunkt der Kältewelle steht allerdings noch bevor: In Deutschland werden in den nächsten Tagen Temperaturen von minus 20 Grad erwartet. Erst am Wochenende soll es wieder ein wenig wärmer werden.