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Kälte-Tote in der Ukraine

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Kälte-Tote in der Ukraine

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Wegen bitterkalter Temperaturen von bis zu minus 30 Grad sind in der Ukraine mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.

Die Regierung hat Notzelte in mehreren Städten des Landes errichtet. Es kommen viele Obdachlose und manchmal haben sie Glück, wie dieser Mann:

“Diese Schafsfellweste wurde von einem Taxifahrer hier abgegeben und ich kam gerade rechtzeitig. Ich habe auch einen Wollpullover und einen Schal ergattert und diese alte Jacke gehört mir.”

Nicht nur Obdachlose auch Rentner und Familien kommen hier her um sich aufzuwärmen, über Nacht bleiben können sie allerdings nicht. Ein Mann vom Rettungsdienst erklärt: “Wir machen die Heizer an, damit die Menschen sich aufwärmen können. Wir geben ihnen heißen Tee und etwas zu essen, Wurstbrote und Hafergrütze.”

Es ist ein außergewöhnlich harter Kälteeinbruch, die Behörden schlossen landesweit tausende Schulen.

Das Rote Kreuz ist auf die Spenden der Bürger angewiesen: “Wir benötigen dringend mehr warme Kleidung – Wollpullover, Socken, Schals, Mützen und Schuhe.”

Die meisten Kälte-Opfer waren Obdachlose. Schätzungen zufolge leben in der Ukraine etwa

300.000 Menschen auf der Straße. Ein Mann vom Ministerium sagte: “Die Temperatur in diesen Zelten beträgt 10 bis 12 Grad. Für die Nacht bringen wir mehr Gasflaschen, sie werden gerade aufgefüllt.”

Unsere Korrespondentin, Eugenia Kudenko, berichtet: “Zelte wie diese gibt es im ganzen Land, allein in der Hauptstadt Kiew wurden zehn aufgebaut. Doch es reicht nicht aus. Manche Obdachlose klagen, dass sie Erfrierungen erleiden, während sie Zelte suchen. Und selbst wenn sie eines gefunden haben, kann es sein, dass es nicht wirklich warm ist, weil es an Heizern fehlt. Zumindest für heißen Tee wird immer gesorgt.”