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Steht Athen kurz vor der Pleite?

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Steht Athen kurz vor der Pleite?

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Offiziell war Griechenland nicht Thema des jüngsten Gipfeltreffens, doch die Sorge um das hochverschuldete Land, das vor dem Bankrott steht, wächst. Die Europäische Union drängte die Regierung in Athen und ihren Ministerpräsidenten Lucas Papademos zu einem Abschluss der Verhandlungen mit den privaten Kreditgebern über einen Schuldenschnitt. Der Schuldenerlass von 100 Milliarden Euro sollte ursprünglich bereits am vergangenen Wochenende unter Dach und Fach sein, nun will man sich im Laufe dieser Woche einigen. Bevor es soweit ist, kann Griechenland nicht auf die nächste Tranche von Hilfskrediten von der EU und dem Internationalen Währungsfonds in Höhe von 130 Milliarden Euro hoffen. Ohne eine Einigung mit seinen Gläubigern droht Griechenland die Zahlungsunfähigkeit. Doch selbst die EU-Kommission warnte davor, dass ein Forderungsverzicht privater Gläubiger für eine Lösung nicht ausreichen könnte. Die Zweifel mehren sich, dass Griechenland nicht mehr zu retten ist. Über den Problemfall Athen sprachen wir mit Jean Quatremer, Brüsseler Korrespondent der französischen Tageszeitung “Liberation”, in unserer Rubrik Close Up.