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Vorwahl der Republikaner in Florida

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Vorwahl der Republikaner in Florida

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Amerikas wahlkämpfende Republikaner sind in der Sonne angekommen. Nach Iowa, New Hampshire und South Carolina findet die vierte Vorwahl in Florida statt, mit 19 Millionen wesentlich bevölkerungsreicher als die drei anderen Bundesstaaten. Und mit einer wiederum ganz anders gearteten Bevölkerungsstruktur.

Florida ist der Staat der wohlhabenden Senioren und der Exilkubaner.

Bei der Debatte der Bewerber in der vergangenen Woche griff Mitt Romney den in South Carolina siegreichen Newt Gingrich wegen dessen Lobbyarbeit für den Hypothekenfinanzierer Freddie Mac an. Die Firma hatte beim Zusammenbruch des Immobilienmarktes eine zentrale Rolle gespielt. Und in Florida sind, wo seither die Immobilienpreise im Vergleich zu 2006 um 45 Prozent gestiegen sind, leben viele Geschädigte.

Er sagte, Gingrich habe viele Leute in die falsche Richtung beeinflusst. wörtlich: “Wir hätten jemanden gebraucht, der enthüllt, was bei Freddie Mac getrieben wurde – und nicht einen, der in deren Horn tutet.”

Gringrich gilt unter den republikanischen Bewerbern als der Erz-Konservative. Er will die Wähler aus den Kreisen der rechts-populistischen Tea-Party-Bewegung auf seine seite ziehen.

Darum sagt er Sätze wie: “Wir haben 1996 und 2008 verloren, als wir uns für einen moderaten Kandidaten entschieden. Obama kann ein solider Konservativer schlagen, der unsere Werte unsere beliefs, unser Programm vertritt.”

Eine besondere Rolle spielen in Florida die Exil-Kubaner. Traditionell konservativ. Knapp ein Drittel dieser Bevölkerungsgruppe unterstützt Gingrich. Wie Laura Vianelo, die in Gingrich den “starken, sehr engagierten und sehr intelligenten” Mann sieht, der mit schwierigen Situationen fertig werden auch die komplexen außenpolitischen Dinge regeln kann.

Zur Zeit beschäftigt die bei früheren Wahlen immer zuerst auf den Umgang mit Kuba konzentrieren Castro-Gegener eher die Wirtschaftslage. Und da sieht nun wieder Mitt Romney seine Chance, der von knapp der Hälfte der “Hispanics” in Florida unterstützt wird.

Für den Romney-Anhänger John Jupiter zählt vor allem, dass Jobs geschaffen werden, und das traut er zuerst Romney zu, der in der privaten Wirtschaft reich geworden ist.

Die Regeln für Vorwahlen unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Im Florida dürfe nur eingetragene Parteimitglieder mitmachen.

Der Wettlauf unter den parteiinternen Rivalen wird noch Monate dauern. Erst im Sommer entscheidet der Parteitag, wer gegen Obama antritt.