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Russland stemmt sich weiterhin gegen Syrien-Resolution

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Russland stemmt sich weiterhin gegen Syrien-Resolution

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Der UN-Sicherheitsrat ringt weiter um eine Syrien-Resolution. In einer Sondersitzung forderten nicht nur Europäer und Amerikaner, sondern vor allem die Araber Taten. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Elaraby, sagte, man dürfe die syrische Bevölkerung in ihrem Elend nicht allein lassen. Syrien selbst freilich lehnt weiterhin jegliche Zusammenarbeit ab. US-Außenministerin Hillary Clinton zeigte sich besorgt. “Angesichts der vorliegenden Beweise ist es offensichtlich, dass es die Kräfte von Präsident Assad sind, die angreifen und Zivilisten töten”, sagte sie. “Aber da immer mehr Bürger zu den Waffen greifen, um die Brutalität der Regierung zu bekämpfen, nimmt die Gewalt weiter zu, es ist eine Gewaltspirale, die außer Kontrolle zu geraten droht.”

Bereits zum dritten Mal versuchte der Sicherheitsrat, sich auf eine Resolution zu einigen. Russland allerdings stemmt sich weiterhin dagegen und lehnt jegliches Eingreifen in Syrien ab. “Das ist einfach nicht die Aufgabe des Sicherheitsrats”, begründete der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin seine Haltung. “Der Sicherheitsrat kann keine Rezepte für einen innenpolitischen Prozesses verordnen. Als nächstes bestimmt er dann, welcher König und welcher Regierungschef abzutreten hat. Das ist wirklich nicht die Angelegenheit des Sicherheitsrats.”

Unterdessen geht die Gewalt in Syrien weiter. Nach Schätzungen wurden in den vergangenen Monaten rund 5.600 Menschen im Zuge der Unruhen getötet, und ein Ende ist nicht abzusehen. In der Rebellenhochburg Homs gab es schwere Gefechte, und im Umland von Damaskus setzten Regierungstruppen ihre Offensive gegen Einheiten der Opposition fort. Die Region um die syrische Hauptstadt ist seit Sonntag heftig umkämpft.