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Tote nach Fußball-Krawallen in Ägypten

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Tote nach Fußball-Krawallen in Ägypten

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In Ägypten sind bei Krawallen nach einem Fußballspiel in Port Said mehr als 70 Menschen getötet und weitere tausend verletzt worden. Nach offiziellen Angaben befinden sich unter den Opfern auch Sicherheitskräfte.

Die Anhänger der zwei rivalisierenden Teams Al-Ahli und Al-Masri lieferten sich eine heftige Schlägerei. Was genau der Auslöser war, ist bislang unklar.

Al-Masri hatte 3 : 1 gegen Al-Ahli gewonnen. Nach dem Schlusspfiff stürmten die Fans von Al-Masri auf das Feld und jagten Spieler von Al-Ahli. Einer der Fußballer erzählte, dass sich auf dem Feld ein Krieg abgespielt habe. Er beklagte auch, dass die Polizei nicht rechtzeitig eingegriffen habe.

Viele Opfer wurden totgetrampelt, andere sind nach Angaben der Ärzte erstickt, es ist auch die Rede von vielen schweren Kopfverletzungen.

Seit dem Arabischen Frühling hat Beobachtern zufolge die Gewalt bei Fußballspielen in ganz Nordafrika zugenommen. Nach den Ausschreitungen in Port Said im Nordosten des Landes hat der ägyptische Fußballverband alle Spiele abgesagt. In Kairo unterbrach ein Schiedsrichter ein Fußballspiel nach der ersten Halbzeit, als er von den Ereignissen in Port Said erfuhr. Die aufgebrachten Fans legten daraufhin ein Feuer im Stadion.