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Wahl-Kampf im Senegal

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Wahl-Kampf im Senegal

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Zwei Richtersprüche im Vorfeld der Präsidentenwahlen bringen weiter Senegalesen auf die Barrikaden:

- der amtierende Abdoullaye Wade (85), darf Ende des Monate ein drittes Mal antreten – so das Verfassungsgericht.

- und der Sänger Youssou N’Dour ist nicht unter den 14 zugelassenen Kandidaten – er habe die erforderlichen 10 000 gültigen Unterschriften nicht beigebracht, meinen die Verfassungsrichter.

Seit die Entscheidungen Ende vergangener Woche bekannt wurden, knallt es in der Hauptstadt Dakar zwischen tausenden Anhängern der Opposition und Sicherheitskräften. Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

Abdoullaye Wade ist seit dem Jahr 2000 Präsident des westafrikanischen Landes. 2001 wurde eine Verfassung verabschiedet – sie erlaubt maximal zwei Amtszeiten von fünf Jahren.

Youssou N’Dour, auch humanitär engagierter Medienunternehmer, hat gegen seinen Ausschluss Widerspruch eingelegt – abgeschmettert.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon macht sich Sorgen um das Land in Westafrika und mahnt zum Gewaltverzicht.

mit EFE, Reuters, dpa