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Ägypten: Krawalle in Port Said politisch motiviert?

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Ägypten: Krawalle in Port Said politisch motiviert?

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Ägypten steht unter Schock. Am Hauptbahnhof von Kairo versammelten sich Tausende Menschen, um heimkehrende Fußballfans aus Port Said zu empfangen. Der Militärrat kündigte an, die schweren Krawalle untersuchen lassen; das Parlament soll am Donnerstag zu einer Krisensitzung zusammenkommen. Viele Menschen jedoch haben das Vertrauen in die Militärs und die Sicherheitskräfte verloren, und sie machen sich Sorgen. “Wo ist die Polizei? Wo sind die Soldaten?”, fragt ein Al-Ahli-Fan. “Ich kann meine Freunde nicht erreichen, ich weiß nicht, wie es ihnen geht. Ich habe das Match daheim angesehen, ich bin nicht nach Port Said gefahren. Ich mache mir Sorgen um meine Freunde, weil ihre Handys nicht eingeschaltet sind.”

Einige Experten vermuten politische Motive hinter den Ausschreitungen und argumentieren damit, dass gerade die Al-Ahli-Fans bei den Protesten am Tahrir-Platz eine wichtige Rolle gespielt hätten. Erst vor kurzem war es dort wieder zu Zusammenstößen gekommen. Wie es hieß, würden Nachrichten auf Facebook und Twitter den Schluss nahelegen, dass die Krawalle in Port Said inszeniert gewesen seien.