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Eiswinter in Europa: Des einen Leid, des anderen Freud'...

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Eiswinter in Europa: Des einen Leid, des anderen Freud'...

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Die Kälte aus Russland hat große Teile Europas fest im Griff. In Serbien und Bosnien fielen die Temperaturen auf bis zu minus 32 Grad; mehrere Dörfer waren vollkommen eingeschneit. Hubschrauber mussten die Bewohner mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen und notfalls auch Menschen ausfliegen. In Rumänien ließ das arktische Wetter die Schwarzmeerküste größtenteils zufrieren – was laut Meteorologen nur äußerst selten vorkommt. Riesige Eiszungen ragen Dutzende Meter ins Meer hinaus, zahlreiche Schiffe sind im Eis gefangen und müssen auf Tauwetter warten.

Von seiner schönsten Seite präsentierte sich der Winter am Wendelstein, wo die höchstgelegene Kirche Deutschlands im malerischen Schneekleid zahlreiche, kälteunempfindliche Touristen anlockt. Weniger Freude haben die Berliner, denn bei minus 15 Grad ist das Fortkommen auf den Straßen oft beschwerlich.

Im Südosten Frankreichs hatten nach starken Schneefällen fast 40.000 Haushalte keinen Strom. Auf Korsika waren 9000 Haushalte betroffen, nachdem rund 40 Zentimeter Schnee gefallen waren. Die Korsen sehen es positiv. “Es ist toll, wir haben Spaß”, meint ein junger Mann. “Und mit oder ohne Schnee: Korsika ist wunderschön.”

Weniger entspannt ist die Lage in Osteuropa: In der Ukraine und in Polen sind bereits Dutzende Menschen erfroren.