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Facebook legt Börsenprospekt vor

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Facebook legt Börsenprospekt vor

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Das Warten hat ein Ende – der Börsengang von Facebook ist offiziell. Seit Mittwoch liegt der Börsenprospekt vor, der Anlegern einen Einblick in das Unternehmen gewährt. In den nächsten Monaten wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nun bei Investoren die Werbetrommel rühren. Das Volumen des Börsengangs ist mit umgerechnet rund vier Milliarden Euro geringer als erwartet, allerdings kann sich die Summe noch erhöhen. Üblicherweise warten Unternehmen die Reaktion der Anleger ab. Ist die Nachfrage groß genug, wird der Preis später angehoben.

Der Börsenprospekt zeigt, dass Facebook wie erwartet hochprofitabel ist. 800 Millionen Nutzer weltweit bescherten dem Netzwerk 2011 Einnahmen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro, wobei Werbung mit rund drei Milliarden Euro die Haupteinnahmequelle ist. Der Gewinn wird auf 650 Millionen Euro geschätzt. Manche Experten fragen sich allerdings, ob Facebook nicht zu hoch bewertet wird, wie etwa der Gründer der Softwarefirma Sageworks, Brian Hamilton. “Beim Börsengang geht es darum, wie man ein Unternehmen einschätzt”, meint er. “Wenn es überbewertet wird, bleibt die Möglichkeit, dass der Preis in sechs Monaten bis einem Jahr wieder zurückgeht.”

Über die Anzahl der auszugebenden Aktien oder den Preis für das einzelne Papier schweigt sich der Börsenprospekt aus. Der eigentliche Börsengang des weltgrößten sozialen Netzwerks wird im späten Frühjahr oder im Sommer erwartet.