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Jagdszenen in Port-Saïd - mehr als 70 Tote bei Stadion-Krawallen

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Jagdszenen in Port-Saïd - mehr als 70 Tote bei Stadion-Krawallen

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Mindestens 74 Tote und mehr als 1000 Verletzte sind das Ergebnis von Stadion-Krawallen in

Port-Saïd im Norden Ägyptens.

Das Oberliga-Spiel war abgepfiffen, 3:1 hatte die Gastmannschaft Al-Ahli aus Kairo verloren. Da stürmten hunderte Anhänger des siegreichen Teams Al-Masri aus Port-Saïd das Spielfeld und verfolgten die gegnerischen Spieler bis an den Spielfeldrand. Massenpanik. Viele Menschen wurden totgetrampelt oder erdrückt. Einige starben in der Kabine der Gäste-Mannschaft, wo man sie behandeln wollte.

Mehrere Spieler von Al-Ahli übten anschließend harsche Kritik an den Sicherheitskräften: Sie seien plötzlich verschwunden oder hätten nichts unternommen, hieß es.

“Selbst als Fans auf sie losgingen, haben sie sich nicht gerührt,” meint auch Mohamed Mellegi, der seinen 21jährigen Bruder Karim verlor.

Mohamed Mellegi:

“Da ist großes Leid über das Land gekommen. Verantwortlich sind von Anfang bis Ende die Sicherheitskräfte. Das ging ja schon nach der ersten Halbzeit los. Da rannten welche auf das Spielfeld, niemand hinderte sie daran. Die Sicherheitskräfte sahen alles, aber keiner

rührte einen Finger.”

Nach seinem Eindruck waren die Angreifer keine Fußballfans, “sondern bezahlte Saboteure.”

mit Reuters, dpa