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Walter Litwinenko: "Mein Sohn der Verräter"

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Walter Litwinenko: "Mein Sohn der Verräter"

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Die Affäre Litwinenko macht wieder Schlagzeilen. 2006 war der frühere KGB Spion Alexander Litwinenko in London vergiftet worden.

Er starb an dem radioaktiven Stoff Polonium 210. Die Bilder gingen um die Welt. Sein Vater Walter gehörte damals zu jenen, die Russland des Mordes bezichtigten. Doch jetzt stimmt er versöhnliche Töne an.

Er lud Journalisten des russischen Staatsfernsehens zu sich nach Montemarciano in Italien ein. Der 73-jährige Walter Litwinenko sagte ihnen, dass er sich nach Russland sehne.

Um die Gunst des Kremls wiederzugewinnen, bezeichnete er seinen Sohn als Verräter. Er klagte:

“Es ist kalt und niemand will uns hier haben. Wenn man stirbt, ist es zu spät. Meine verstorbene Frau wollte immer nach Russland zurückkehren. Sie sagte: “Ich will nach Hause” und begann zu weinen. Niemand will uns hier in Italien haben.”

Die Witwe seines Sohnes enthüllte Ende vergangenen Jahres, dass Alexander Litwinenko für den britischen Geheimdienst gearbeitet hatte.