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Pleite: Ungarns Airline Malev stellt Betrieb ein

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Pleite: Ungarns Airline Malev stellt Betrieb ein

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Die seit Jahren angeschlagene ungarische Fluggesellschaft Malev hat ihren Betrieb eingestellt.

Die wirtschaftliche Lage des staatlichen Unternehmens sei “unhaltbar” geworden, begründete Malev diesen Schritt auf der Webseite des staatlichen Unternehmens. Die Regierung plant nun einen Neustart der Airline.

Budapest hatte bereits am Dienstag einen Fonds im Wert von fast sieben Milliarden Euro für die Entschädigung gestrandeter Malev-Passagiere eingerichtet.

Die Fluggesellschaft hatte seit Jahren mit Finanzierungsschwierigkeiten gekämpft. Kritisch wurde die Lage Anfang des Jahres. Die EU-Kommission hatte entschieden, dass der ungarische Staat mehrere Millionen Euro zurückzahlen muss, die von 2007 bis 2010 zur Unterstützung der Malev geflossen waren.
Seit dem Brüsseler Entscheid stellte die Regierung jegliche Hilfe an die Malev ein.

Die Airline beschäftigt insgesamt 2600 Mitarbeiter. Sie transportiert jährlich rund drei Millionen Passagiere. Nach der demokratischen Wende vor 22 Jahren wurde sie zweimal privatisiert und wieder rückverstaatlicht. Sie sorgt für rund 40 Prozent des

Verkehrsaufkommens am Flughafen Ferihegy, der von der deutschen Hochtief betrieben wird. Zuletzt hatte die Malev Schulden in Höhe von mehr als einer Viertel Milliarde Euro angehäuft.