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Proteste auch andernorts in Ägypten

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Proteste auch andernorts in Ägypten

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Auch andernorts in Ägypten kam es zu Protesten. In Suez wurden dabei nach Angaben von Augenzeugen sogar zwei Menschen getötet. Demnach hatten Polizisten scharf geschossen, um eine Menge auseinanderzutreiben, die ein Polizeirevier angriff.

In der Stadt Alexandria zogen Tausende von Menschen zu einer Kaserne. Dort protestierten sie gegen die weiter ungebrochene Macht des Militärrats. Die Generäle haben seit dem Sturz von Langzeitpräsident Hosni Mubarak vor knapp einem Jahr faktisch weiterhin die Kontrolle über das Land.

Anhänger des Kairoer Fußballvereins Al-Ahly halten es jetzt für möglich, dass die tödlichen Krawalle etwas mit ihrer Rolle beim Umsturz zu tun hatten, den sie damals unterstützten.

Am Tag des Spiels vor genau einem Jahr hatten die Unruhen gegen Mubaraks Herrschaft eine Zuspitzung

erfahren: Mubarak-Anhänger ritten auf Kamelen und Pferden in die Menschenmenge auf dem Kairoer Tahrirplatz. Es kam zu Kämpfen; mehrere Menschen wurden getötet, Hunderte verletzt. Al-Ahly-Fans waren an diesen Auseinandersetzungen maßgeblich beteiligt. Gut eine Woche später war für Mubarak Schluss.