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Schwieriger wirtschaftlicher Neuanfang nach arabischem Frühling

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Schwieriger wirtschaftlicher Neuanfang nach arabischem Frühling

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Die libanesische Hauptstadt Beirut ist wieder die gewohnte Perle des mediterranen Orients geworden.

Der wirtschaftliche Aufschwung hat die Spuren vergangener Gewalt getilgt. Der arabische Frühling kann die Gelegenheit sein, in der Region insgesamt für einen Modernisierungsschub zu sorgen. Das sagt der stellvertretende Chef der libanesischen Zentralbank, Raed Charafeddine. Euronews traf ihn am Rande einer Veranstaltung in London.

Tunesien, Libyen und Ägypten hätten dabei unterschiedliche Startvoraussetzungen, da die wirtschaftlichen Probleme höchst unterschiedlich seien. Deswegen seien jetzt die wirtschaftlichen Folgen sehr verschieden. Das Öl-Land Libyen habe bessere Perspektiven als die vom Tourismus abhängigen Tunesien und Ägypten. Wegen der politischen Unsicherheit blieben Besucher aus, ebenso Investitionen. Aus diesen Gründen blieben auch die wirtschaftlichen Aussichten dieser Länder unsicher.

Bis zu dieser Woche zeigte sich vor allem Ägypten auf Erholungskurs. Die Börse in Kairo verzeichnete seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 25 Prozent – sechs Mal so viel wie in Boomtown Dubai. Die jüngsten Krawalle in Ägypten sorgten allerdings schon wieder für einen Dämpfer. Die Kurse gaben um rund fünf Prozent nach.