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Zelte für Obdachlose in Kiew

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Zelte für Obdachlose in Kiew

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Rund 2500 Zelte haben die Behörden in der Ukraine angesichts der klirrenden Kälte landesweit zur Verfügung gestellt, allein zehn davon stehen in Kiew. Hier gibt es dreimal am Tag eine warme Mahlzeit für die Obdachlosen der Stadt. Ein Problem nur: Die Zelte schließen um 21 Uhr, in den Nächten sinkt die Temperatur auf mehr als minus 30 Grad.

“Wir haben das Eis mit Brechstangen bearbeitet, um es zu brechen”, sagt eine obdachlose Frau, “aber es ist so hart, dass einem nach einer Weile die Arme weh tut. Wir arbeiten den ganzen Tag, aber wir müssen auf unsere Hände aufpassen. Wer lässt Leute wie uns schon ins Krankenhaus? Vielleicht ja, aber es ist besser, gesund zu bleiben.”

Angesichts der Kälte gibt es aber auch in Kiew einige Hilfszelte und -Zentren, die den Obdachlosen in der Nacht Unterschlupf gewähren. Etwa das Zentrum “Stephania”, das den Obdachlosen während der Kältewelle ein Dach überm Kopf bietet.

“Seit zwei Nächten schlafe ich hier”, sagt einer von ihnen, “das Management des Zentrums hatte Mitleid mit uns und liess uns hier schlafen.”

Nach der Kältewelle geht dann auch für die Obdachlosen in Kiew das Leben auf der Straße weiter.

“Das Hilfszentrum erlaubt es den Obdachlosen die Nächte während der ungewöhnlichen Kälte hier zu verbringen. Das dürfte aber nicht lange vorhalten, zehn Tage sind zunächst vorgesehen”, sagt euronews-Korrespondentin Evgeniya Rudenko.