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Blutbad in Homs

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Blutbad in Homs

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In der syrischen Rebellenhochburg Homs sind nach Angaben der Oppositionsbewegung mehr als 200 Menschen durch Artilleriebeschuß getötet worden, über tausend sollen verwundet worden sein. Was den stundenlangen Beschluß ausgelöst hat ist unklar. Möglicherweise ist es eine Vergeltung auf Massendesertationen bei den in Homs eingesetzten Truppen.

Aus Protest gegen das Vorgehen von Präsident Assad stürmten Regimekritiker die syrischen Botschaften in Berlin und Kairo. Die Eindringlinge verwüsteten Teile der Gebäude. Nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana handelt es sich bei den Toten in Homs um unschuldige regimetreue Menschen, die von bewaffneten Terroristen entführt, gefoltert und niedergemetzelt worden seien. Das ganze sei Teil einer Medienkampagne. Ziel sei es, den Weltsicherheitsrat vor der geplanten Abstimmung zu einer Syrien-Resolution zu beeinflussen.

Obwohl der von den westlichen Staaten ausgearbeitete Entwurf auf russisches Drängen abgeschwächt wurde, ist unklar, ob Russland ihn mit seinem Veto zu Fall bringen wird. Auf der Sicherheitskonferenz in München erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow, der Resolutionsentwurf sei “nicht hoffnungslos”, bedürfe aber noch der Überarbeitung.