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Offenbar Blutbad im syrischen Homs

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Offenbar Blutbad im syrischen Homs

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In der syrischen Stadt Homs sind nach Angaben einer Oppositionsgruppe mehr als zweihundert Menschen getötet worden. Demnach beschoss die Armee am Abend ein Wohnviertel mit Artillerie. Der Grund dafür ist unklar.

Landesweit erinnerten Syrer in den Hochburgen des Widerstands an das Massaker von Hama vor dreißig Jahren. Damals war noch Hafis Assad an der Macht, Vater des jetzigen Präsidenten Baschar Assad. Er schlug 1982 einen Aufstand mit Gewalt nieder; mehr

als zehntausend Menschen wurden getötet.

Der Weltsicherheitsrat will heute über eine

Entschließung gegen Syrien entscheiden. Das kommt

überraschend, weil Russland gerade noch erklärt hatte, es lehne den Entwurf ab. Er ist jetzt aber offenbar deutlich abgeschwächt worden.

Russland sieht die Kämpfe in Syrien als dessen innere Angelegenheit an, in die man sich nicht einmischen dürfe. Mit seinem Veto kann es im Sicherheitsrat jede Entschließung verhindern.