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Ukraine: Fachleute kritisieren Energieverschwendung

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Ukraine: Fachleute kritisieren Energieverschwendung

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Dass man bei strengem Frost nicht einmal mehr seine Wohnung warmbekommt, kann auch etwas mit

der Wohnung zu tun haben. Fachleute weisen darauf

hin, wieviel Energie in der Ukraine einfach in die Luft verschwindet, zum Beispiel weil Fassaden nicht gedämmt sind.

Wenn man den Erdgasverbrauch fürs Heizen im öffentlichen Bereich halbieren würde, müsste die Ukraine gar kein Erdgas einführen, sagt Swjatoslaw Pawljuk von der Pauci-Stiftung, die die Ukraine näher an den Westen heranführen möchte. Das seien realistische Zahlen. Und man behalte noch fünf Milliarden Kubikmeter übrig, die man der Industrie zukommen lassen könne.

Die Ukraine subventioniert das Heizen aber mit Milliardenbeträgen und will daran auch nicht rütteln.

Der Energieverbrauch in Wohnbauten sei gleich geblieben, trotz steigender Preise, sagt Grzegorz Gajda von der Weltfinanzgesellschaft – einer Einrichtung der Weltbank, die in weniger entwickelten Ländern die Privatwirtschaft fördert. Der Verbrauch sei genauso wie vor zwanzig Jahren, meint Gajda. Also könne man allerhand sparen, ohne Mühe sicher fünfzig Prozent.

Im Oktober steht in der Ukraine aber eine Parlamentswahl an: Bis dahin wird sich schon einmal ganz sicher niemand an den Preisstützungen fürs Heizen vergreifen.