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Nachdenken über Sanktionen

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Nachdenken über Sanktionen

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Es ist einer der vielleicht aufsehenerregendsten Routineeinsätze für Rettungsflieger der letzten Jahre:

Prinz William, Sohn des britischen Thronfolgers Charles und Enkel der Queen, versieht als Hubschrauberpilot seinen Dienst auf den Falklandinseln.

Der sechswöchige Aufenthalt fällt in eine Phase wachsender politischer Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien – Kritiker bezeichnen die Entsendung als überflüssige Provokation. Nigel Inkster vom International Institute of Strategic Studies:“Natürlich betrachtet die argentinische Regierung und die Bevölkerung das als Provokation. Es verärgert sie,- und das erst recht, angesichts der Tatsache, dass sie nichts dagegen unternehmen können.”

Argentinien erhebt Anspruch auf die seit 1833 unter britischer Hoheit stehende Inselgruppe.

Unterstützung erhält es dabei von seinen Nachbarländern. Der Staatschef Ecuadors forderte in Venezuela nun Sanktionen:“Ich denke, wir sollten über konkretere Maßnahmen nachdenken: Lateinamerikanische Sanktionen gegen Großbritannien zum Beispiel. Wir könnten auch den interamerikanischen Beistandspakt aufkündigen.”

Zu der jüngsten Eskalation kommt es wenige Wochen vor dem 30. Jahrestag des Beginns des Falklandkriegs im April 1982, der fast 1000 Menschen das Leben kostete.

Seit 2010 neue Probebohrungen nach Erdöl erfolgreich waren, ist der Streit um die Falklands neu entflammt.