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Reuelos und rechtsextrem - Breivik vor Gericht

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Reuelos und rechtsextrem - Breivik vor Gericht

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Unter großem Medieninteresse ist der Attentäter Anders Behring Breivik in Norwegen vor Gericht erschienen: Reuelos und rechtsextrem, so präsentierte er sich den Anwesenden, unter ihnen Angehörige der Opfer sowie Überlebende der Anschläge auf Norwegens Regierungsviertel und das Jugendcamp auf der Insel Utya. Dabei waren 77 Menschen, zumeist Jugendliche, ums Leben gekommen.

Fassungslosigkeit bei den Anwesenden. Die Überlebende Anette Davidsen erinnert sich: “Er war arrogant. Das war schlimm für mich. So, wie der aussah, als er hereinkam, glaube ich nicht, dass er seine Taten bereut.” Zuerst sei es ein Schock gewesen, meint Helena Georgsen, eine weitere Überlebende. Er habe gelächelt, sich zur Schau gestellt und das große Medieninteresse genossen, das habe man spüren können.

Im Gerichtssaal bezeichnete Breivik das Blutbad als – so wörtlich – Notwehr. Er habe damit Überfremdung und Zuwanderung in Norwegen bekämpfen wollen. Der bekennende Rechtsextremist forderte seine sofortige Freilassung und einen Kriegsorden – ein Schock für die Hinterbliebenen und Überlebenden des schlimmsten Attentats in der Geschichte Norwegens.