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Schulterschluss Paris-Berlin: Druck auf Athen wird größer

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Schulterschluss Paris-Berlin: Druck auf Athen wird größer

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Die Zeit wird knapp für Griechenland, um frisches Geld von der EU und dem Internationalen Währungsfonds zu erhalten. Noch immer warten Berlin und Paris auf Signale für größeren Sparwillen in Athen. Bisher konnten sich die drei Parteien der Regierungskoalition nicht einigen. Ein abschließendes Treffen – usprünglich für diesen Montag morgen geplant – ist auf Dienstag verschoben worden.

Die Verzögerungen überschatten den deutsch-französischen Ministerrat in Paris.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erklärte, in Europa habe jeder seine Rechte und seine Pflichten. Die Zeit werde knapp, es blieben nur noch wenige Tage. Nun müssten Entscheidungen und Unterschriften folgen.

Zustimmung fand der Plan des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, ein Sperrkonto einzurichten, auf das die griechische Regierung keinen Zugriff hat.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: “Ich unterstütze genauso wie der französische Präsident das gesagt hat, auch die Idee, dass man die notwendigen Zinszahlungen für die Schulden auf ein Extrakonto legt, womit gesichert ist, dass Griechenland dieses Geld dann auch beständig bereitstellt.”

Einigt sich die Regierung in Athen nicht, die Reformen bedingungslos durchzusetzen, bleiben die Milliardenhilfen der EU und des IWF weiter blockiert. Ab dem 20. März könnte das hochverschuldete Land dann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen.