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Syrien: Nun will es Sergej Lawrow persönlich richten

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Syrien: Nun will es Sergej Lawrow persönlich richten

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Modell Libyen oder Modell Yemen? Krieg oder freiwillige Machtübergabe? In Syrien versucht

Präsident Baschar al-Assad eine dritte Variante – durchhalten, mit Gewalt. Allein am Sonntag, dem Tag nach dem russisch-chinesischen Veto gegen

die Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat, starben in Syrien an die 60 Menschen im Aufstand gegen Assad, so Menschenrechtler – die meisten in Homs. Hier sollen offenbar desertierte Soldaten –

Anwohner haben rund 2000 gezählt – daran gehindert werden, sich in mehreren Vierteln festzusetzen.

Alain Juppé, französischer Außenminister:

“Das Veto Russlands und Chinas lähmt den UN-Sicherheitsrat. Wir sind 15 im Sicherheitsrat, 13 waren für die Resolution – das belastet den UN-Sicherheitsrat mit einem moralischen Makel.”

Russland hatte sein Veto mit dem Wunsch begründet, ein „libysches Szenario” in Syrien zu verhindern. Der Resolutionsentwurf habe ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen.

Der britische Außenminister William Hague, widerspricht:

“Wir hätten sicherlich keine Ermächtigung für irgendwelche Militär-Aktionen durchgebracht – sie wären damit rechtlich gar nicht zulässig.”

Mit einer Enthaltung im UN-Sicherheitsrat hatten Russland und China im vergangenen Frühjahr das

Eingreifen der Nato in den Bürgerkrieg in Libyen ermöglicht. Russlands Außenminister Sergej Lawrow will sich in Damaskus persönlich darum bemühen, dass die Gewalt aufhört.

mit dpa, AFP, RIANovosti, Reuters, AP