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In Griechenland tickt die Zeitbombe immer lauter

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In Griechenland tickt die Zeitbombe immer lauter

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Die Zeit drängt: Am 20. März muss Griechenland Milliarden schwere Anleihe-Schulden zurückzahlen.

Das kann Athen nur, wenn das Land neue Finanzhilfen erhält. Und die bekommt es nur, wenn sich die politischen Kräfte auf neue Einsparungen verständigen.

Seit Tagen heißt es, eine Einigung stehe unmittelbar bevor. Sollte die tatsächlich auf dem Tisch liegen, könnten die Beratungen mit der Troika rasch abgeschlossen werden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso appellierte noch einmal an alle Beteiligten, jetzt zu einem Ergebnis zu kommen. Eine Pleite Griechenlands und ein Austritt aus der Eurozone seien erheblich teurer als neue Finanzhilfen.

Andererseits müsse Griechenland klar und unzweideutig notwendige Sparmaßnahmen verabschieden und umsetzen. Dies werde mittelfristig Früchte tragen.

Einer der Knackpunkte der Athener Gespräche sind Kürzungen bei Löhnen und Renten, wie sie von der Troika aus EU, EZB und IWF gefordert werden.

Hier gab es offenbar zuletzt eine Annäherung, die endgültige Rentenkürzung dürfte zwischen 20 und 35 Prozent liegen.

Ein weiteres Konfliktfeld ist bis zuletzt die Kapitalisierung des griechischen Bankensektors, der zahlreiche Anleihen hält. Der Finanzbedarf wird auf rund 40 Milliarden Euro geschätzt. Hier geht es vor allem um die Modalitäten des Kapitaleinstiegs der Geldgeber in die von der Pleite bedrohten Banken.