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Kurilen-Inseln: Japan zu Verhandlungen bereit

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Kurilen-Inseln: Japan zu Verhandlungen bereit

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Im jahrzehntelangen Streit um die Kurilen-Inseln ist der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda zu neuen Verhandlungen mit Russland bereit. Japanische Patrioten forderten indes die Rückgabe der vier südlichen Inseln, die sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten.

Noda will nach den Wahlen mit der neuen russischen Regierung Gespräche aufnehmen: “Die Kräfteverteilung in der asiatisch-pazifischen Region verändert sich und die Beziehung zwischen Japan und Russland bekommt eine neue Bedeutung. Ich werde weiterhin mit Russland verhandeln, um ein Abkommen zwischen den beiden Staaten zu erreichen.”

Der Reiz der unwirtlichen Kurilen-Inseln ist vor ihren Küsten im Meer zu finden, wo umfangreiche Fischgründe locken und Öl- und Gasvorkommen vermutet werden.

Dem Experten Jeffrey Kingston zufolge könnte Japan zur Modernisierung und Entwicklung des Fernen Ostens oder Russlands beitragen. Davon würde neben den japanischen Unternehmen auch Russland profitieren. Es wäre also ein Gewinn für beide Seiten.

Bislang fürchtete Russland, dass die Aufgabe der Inseln zu einem nationalen Aufschrei führen könne, und für die Japaner war die Rückgabe eine Frage der nationalen Ehre geworden.