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Teddy Riner - Judostar

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Teddy Riner - Judostar

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Die Judo-Saison erreichte am Wochenende mit dem Grand Slam in Paris Bercy einen Höhepunkt. Auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen in London zeigte sich vor allem der fünffache Weltmeister Teddy Riner schon in Topform. Der 22-jährige, der bei einer Größe von über zwei Metern fast 140 Kilo auf die Waage bringt, ist auch in London der große Favorit auf Gold.

In Paris schickte er seine Finalgegner Rafael Silva schnell auf die Matte:

“Es gibt sehr viele Grand-Prix, Masters und Grand Slams, aber das ist gut für das Judo. Außerdem sind das Veranstaltungen mit hoher Qualität, meistens sind die Besten dabei. Also denke ich, das ist ein Plus für das Judo.”

Judoka sind keine Profis. Nicht alle können so wie Teddy Riner von ihrem Sport leben. Marius Vizer, Präsident des Judo-Weltverbandes,sagte:

“Judo bedeutet auch Erziehung. Das ist ein Weg für das Leben mit einem hervorragenden Moralkodex. Es ist ein Olympischer Sport, aber auch eine Art zu leben. Ich denke, es ist normal, daß Athleten und Trainer auch Geld verdienen, so wie das in anderen Sportarten der Fall ist. Wenn man Judo mit anderen Sportarten vergleicht, sieht man, daß andere große Athleten Geld verdienen. Ich denke, es wird Zeit, daß auch Judoka die Möglichkeit bekommen, Geld zu verdienen.”

Der Judosport steht vor der Professionalisierung. Daß sie dieses Geld wert sind, wollen die Athleten am kommenden Wochenende in Budapest und Oberwart zeigen, wenn sie zu den nächsten Weltcup-Events antreten.