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Kältetote, hungrige Wölfe und Schlittschuhläufer  

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Kältetote, hungrige Wölfe und Schlittschuhläufer  

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In Italien sind mehrere Bergdörfer eingeschneit. Seit Beginn der Kältewelle, vor einer Woche, sind im ganzen Land mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Obdachlose sind erfroren, andere erlitten einen Herzinfarkt beim Schneeschippen oder starben bei Autounfällen auf den eisglatten Straßen.
 
Nicht nur die Menschen auch die Tiere leiden unter der schneidenden Kälte. In den Abruzzen wurden ausgehungerte Wölfe in der Nähe der Dörfer gesichtet. Ein Ende ist nicht in Sicht, am Freitag sollen die Temperaturen weiter fallen.   
 
Ein Orkan fegte über den Süden Russlands, zahlreiche Häuser wurden abgedeckt und mehr als 70 Menschen verletzt. In der Region Krasnodar wurden auch mehrere Strommasten umgeknickt, insgesamt waren bei Temperaturen von minus 20 Grad mehr als 10.000 Menschen ohne Strom.
In Russland starben nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn 64 Menschen aufgrund der extremen Kälte.
 
Die Bewohner von Amsterdam lassen ihre Fahrräder stehen und schnallen ihre Schlittschuhe an. Viele Niederländer finden Gefallen an dem eisigen Vergnügen und hoffen sogar auf eine neue Kältewelle. Denn nur wenn die Eisdecken in den Kanälen landesweit dick genug sind, kann das traditionsreiche Elf-Städte-Rennen stattfinden. Beim letzten Eislaufrennen vor 15 Jahren gingen mehr als 20.000 Schlittschuhläufer an den Start.