Eilmeldung

Eilmeldung

Protestwelle gegen ACTA-Urheberrechtsabkommen 

Sie lesen gerade:

Protestwelle gegen ACTA-Urheberrechtsabkommen 

Schriftgrösse Aa Aa

 
Der Widerstand gegen das neue Urheberrechtsschutzabkommen ACTA (Anti-counterfeiting Trade Agreement) wächst: Die Gegner rufen zu europaweiten Protesten an diesem Samstag auf, und auch außerhalb Europas sind Kundgebungen geplant. Allein in Deutschland sind Demonstrationen in über 50 Städten angekündigt. 
 
Das internationale Abkommen, das im Januar von der EU unterzeichnet wurde, soll die Urheberrechte im Internet besser schützen. Illegales Herunterladen von Filmen und der Verkauf von Plagiaten im weltweiten Netz sollen durch ACTA verhindert werden.
 
Doch nicht nur die Internetgemeinde geht auf die Barrikaden, sowohl auf der Straße als auch durch Hackerangriffe auf Webseiten von Regierungen. Datenschützer und viele Politiker haben ebenfalls ihre Bedenken. Polen und Tschechien stoppten nach den Protesten den Ratifizierungsprozess, weil sie die Beratungen über das Abkommen für nicht ausreichend halten und bürgerliche Grundrechte und Informationsfreiheit gefährdet sehen.
 
In Europa hat das Europäische Parlament noch ein Wörtchen mitzureden, die Abstimmung über das Abkommen ist im Juni geplant. Auch die nationalen Parlamente müssen das Abkommen noch ratifizieren.