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Spanien: Schneiden tut weh

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Spanien: Schneiden tut weh

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“Der Staat gehört allen. Nein zu Einschnitten.” Mit Slogans wie diesen haben in Spaniens Hauptstadt Madrid tausende Staatsbedienstete gegen Sparmaßnahmen der konservativen Regionalregierung protestiert.

“Nicht die Krise ist schuld, es liegt am System”, reckten andere in die Höhe.

Ihre Ausrüstung sei schon jetzt fahrlässig schlecht in Schuss, klagten Feuerwehrleute. Die Krankenhäuser arbeiteten mangels Personal auf halber Last, so Krankenschwestern.

Die Demonstrantin Adoracion Espada:

“Privatisierung – das steht an und wir sind dagegen. Einige Dienstleistungen können nicht privat sein wie etwa das Gesundheitssystem – da kann man viel Schaden anrichten, genau wie in der Bildung.”

Rund 11 000 Jobs könnten wegfallen, die meisten in Krankenhäusern und Schulen.

Die Demonstrantin Maria:

“Wir verteidigen hier unsere Rechte und versuchen die zu stoppen, die uns etwas wegnehmen wollen, was wir mit unseren Steuern bezahlen. Das erscheint immer sinnloser. Die behalten alles und beschneiden unsere Rechte.”

Spanien hatte das Ziel “Haushaltsdefizit maximal sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts” um zwei Prozentpunkte verfehlt. Ein landesweites Sparprogramm enthält eine höhere Einkommenssteuer und massive Ausgabenkürzungen, über eine höhere Mehrwertsteuer wird diskutiert.

mit AFP, Reuters, AP