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Athen: Alles eine Frage von Stunden

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Athen: Alles eine Frage von Stunden

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Sieben Stunden und kein Ende: Die griechischen Spitzenpolitiker der Dreiparteienkoalition haben sich am Mittwochabend in allen Themen “außer einem” einigen können. Ohne hartes Reform- und Kürzungsprogramm kommt das

neue, 130 Milliarden Euro schwere Hilfsprogramm für Griechenland nicht Gang. Dann wäre das Land im März pleite.

Die Deadline ist an diesem Donnerstag, 17.00 Uhr. Dann treffen sich in Brüssel die Euro-Finanzminister. Und bis dahin will auch Ministerpräsident Lucas Papademos Nägel mit Köpfen machen. Eine Sisiphusarbeit.

Antonis Samaras, Nea Demokratia:
“Es geht um die Renten. In diesen schweren Stunden müssen wir an die ganz normalen Bürger denken, die Rentner. Dazu fühle ich mich verpflichtet. Ich fühle mich verpflichtet, hart zu verhandeln. Wenn das manche nicht verstehen, dann macht mir das nichts.”

Jean-Claude Juncker, Chef der Eurogruppe, hatte die Sondersitzung von konkreten Ergebnissen der Athener Gespräche abhängig gemacht.

Georgos Karatzaferis, Laos Partei:

“Ich respektiere die harten Bandagen zwischen den Parteichefs und dem Ministerpräsidenten. Das Land geht durch eine harte Prüfung und ich kann nicht in einer Stunde über etwas befinden, was dann die kommenden 40, 50 Jahre hier bestimmt.”

Die Griechen müssen sich auf weitere harte Einschnitte einstellen: Eingefrorene Gehälter, niedrigere Mindestlöhne, höhere Gesundheitskosten, weniger Staatsdiener.

Regierungschef Papademos will das eine Thema, an dem alles hängt, noch mit der Troika besprechen.

mit Reuters, dpa