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Berlin: Kältebus eilt den Obdachlosen zu Hilfe

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Berlin: Kältebus eilt den Obdachlosen zu Hilfe

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Der Berliner-Kältebus ist im Winter jede Nacht unterwegs, um nach den Obdachlosen zu sehen. Heute hat Pfarrer Wolfgang Gerhard Dienst. Er versorgt die Obdachlosen mit heißem Tee, Schlafsäcken und, wenn sie möchten, bringt er sie in eine der Notunterkünfte der Stadt.

Der Pfarrer klagt, dass zu viele Menschen wegschauen: “Also ich habe schon erlebt, dass ein Mann auf der Straße liegt, viele gehen vorbei, niemand kümmert sich darum. Der Mann liegt im Koma und hatte einen Krampfanfall. Es ist einfach so, dass ein Obdachloser an einem Krampfanfall sterben kann und niemand ruft einen Rettungswagen.”

In der Berliner Stadtmission wird niemand abgewiesen. Dank der Arbeit der vielen Freiwilligen können sich Obdachlose hier aufwärmen und eine Mahlzeit zu sich nehmen. An manchen Tagen kommen 180 Menschen, Katie ist eine von ihnen:

“Ich habe jeden Tag und jede Nacht Angst, wie alle richtigen Obdachlosen, die auf der Parkbank schlafen. Jedes Mal, wenn man dann wieder aufwacht, nach meinetwegen zwei bis drei Stunden, dann weißt du diese Nacht hast du wieder geschafft.”

Der Kältebus wurde 1994 ins Leben gerufen, nachdem ein Obdachloser in Berlin erfroren war. Die Berliner Stadtmission wird nur zum Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert und ist auf Spenden angewiesen.