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"Das Bibbern geht weiter"

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"Das Bibbern geht weiter"

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…so die Meteorologin Christina Speicher vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In den nächsten Tagen erwartet ihre Firma höchstens minus ein Grad am Tag und bis minus 16 Grad in den Nächten.

Nach tagelangen Tiefsttemperaturen von bis zu minus 40 Grad frieren in ganz Europa die Gewässer zu – in Südosteuropa treiben auf neun von zehn Flüssen dicke Eisschollen. In Bulgarien legten

sie die Schifffahrt auf der Donau lahm, in Rumänien ging ohne Eisbrecher gar nichts.

Wegen Treibeises war auch die Elbe von der tschechischen Grenze bis nach Hamburg komplett gesperrt. Der Mittellandkanal war dicht. In Belgrad erschlug ein riesiger Eiszapfen eine Frau – auf dem ganzen Kontinent starben hunderte an Kälte, Schnee und Eis.

Gleichzeitig kann es vielen Niederländern gar nicht kalt genug sein: Schlittschuhfans hoffen auf eine Neuauflage der traditionsreichen

“Elf-Städte-Tour”, möglicherweise am Wochenende.

Und in Hamburg polieren Zehntausende ihre Schlittschuh-Kufen. Auch hier wäre das Alstervergnügen auf dem zugefrorenen See mitten in der Stadt das erste seit 15 Jahren.

In Rom rief Papst Benedikt XVI. zu Solidarität mit den von der Kältewelle betroffenen Menschen auf. Wenn es ab kommende Woche wirklich taut, können sich die Nothelfer auf Hochwasser einstellen.

mit Reuters, AP, dpa