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Homs, Tag fünf


Syrien

Homs, Tag fünf

Die syrische Armee kämpft in der Stadt Homs – nach eigenen Angaben gegen Terroristen. Bewohner berichten von ganzen Straßenzügen, die mit Bomben platt gemacht worden seien – womöglich, um einen Einmarsch vorzubereiten.

In der Stadt werden Nahrung und Arzneimittel knapp, Wasser, Strom und Kommunikation sind in umkämpften Vierteln abgeschaltet – mehr als ein Dutzend Frühgeborene im Krankenhaus sollen das nicht überlebt haben.

Für Amnesty International bahnt sich in der drittgrößten Stadt des Landes eine “humanitäre Katastrophe” an – man habe die Namen von fast 250 Toten seit Freitag – syrische Menschenrechtler sprechen von mehr als 400 toten Zivilisten.

Moskau solle den Bombenhagel stoppen, so Amnesty. Die meisten Opfer seien unbewaffnet.

Für Russlands Regierungschef und Präsidentschaftskandidaten Wladimir Putin ist Syrien ein Exempel gegen “einen Kult der Gewalt in der internationalen Politik” und für eine Doktrin der Nichteinmischung. Die russische Marine unterhält eine Basis in Syrien – Tartus.

Seit Beginn der anfangs noch friedlichen Proteste im März 2011 sollen in Syrien rund 6000 Menschen ums Leben gekommen sein.

mit AFP, Reuters, AP

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