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Ermittlungen gegen Sarkozy-Vertrauten wegen Parteispende

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Ermittlungen gegen Sarkozy-Vertrauten wegen Parteispende

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Gegen den früheren französischen Minister Eric Woerth wird eine weitere Ermittlung eröffnet. Das ist das Ergebnis einer neunstündigen Vernehmung am Donnerstag.

Dabei geht es um den Vorwurf einer illegalen Parteispende im Jahr 2007. Woerth war damals Schatzmeister der UMP, der Partei von Staatspräsident Nicolas Sarkozy.

Frankreichs reichste Frau soll Woerth über ihren Vermögensverwalter 150.000 Euro zukommen lassen haben. Das Geld war nach Aussage einer Angestellten für Sarkozys Wahlkampf bestimmt.

Woerth bestreitet alles. Sein Anwalt Jean-Yves Leborgne sagt, in dieser Sache gebe es keine Punkte, die man irgendwie fürchten müsste.

Die mögliche Spenderin ist Liliane Bettencourt, 89 Jahre alt, Erbin der Firma L’Oréal und dadurch Multimilliardärin.

Schon am Mittwoch wurde eine Ermittlung gegen Woerth eingeleitet. Dabei geht es auch darum, ob Bettencourts Vermögensverwalter im Gegenzug für die illegale Spende eine hohe Auszeichnung bekam und ob er für ein üppiges Gehalt Woerths Frau anstellte.