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Homs: Lebensmittel werden knapp

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Homs: Lebensmittel werden knapp

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Homs, die Hochburg der syrischen Opposition, liegt weiter unter Beschuß durch Regierungstruppen. Nach Angaben der Opposition wurden am Donnerstag 110 Menschen getötet. Aktivisten baten um Hilfe vom Roten Kreuz und vom Roten Halbmond. Die Stadt wird von den Regierungstruppen belagert. Seit zehn Tagen konnten keine Lebensmittel mehr in die Stadt geliefert werden. Essen und Medikamente werden knapp.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die “Brutalität der Operation” auf das schärfste. Nach Angaben Bans erwägen die Vereinten Nationen eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga. Die USA prüfen bereits Möglichkeiten humanitärer Hilfe für die syrische Bevölkerung. Angesichts der Haltung Russlands und Chinas würde eine US-Intervention eine erhebliche Eskalation bedeuten.

In Moskau unterstrich ein Außenamtssprecher, dass Blutvergießen bedauerlich sei, aber die Lösung für das Problem allein in Syrien gefunden werden müsse. In Brüssel warnte der türkische EU-Botschafter vor einem Bürgerkrieg in Syrien. Die Opposition sei zersplittert und Assad genieße noch immer erhebliche Unterstützung in der Mittelschicht.