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Portugiesen protestieren gegen Sparpaket

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Portugiesen protestieren gegen Sparpaket

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In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon haben am Samstag mehr als 100.000 Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert. Die Gewerkschaften sprachen sogar von bis zu 300.000 Teilnehmern.

“Wir protestieren gegen Ausbeutung, Ungleichheit und Armut. Das bringt die Troika, IWF, EU und EZB unter Mitwirkung der portugiesischen Regierung unserem Land”, sagt Armenio Carlos, der Generalsekretär der größten Gewerkschaft CGTP, die den Kommunisten nahesteht.

Die Gewerkschaft verlangt eine Anhebung des Mindestlohnes der bei 485 Euro liegt. Die einschneidenden Sparmaßnahmen haben die Kaufkraft vieler Portugiesen eingeschränkt. “Ich bin hier, weil ich 500 Euro bekomme. Ich hatte zwei Schlaganfälle und brauche neue Zähne, aber ich habe kein Geld. Meine Frau ist arbeitslos. Von 500 Euro muss ich die Miete und alles andere zahlen”, klagt ein Demonstrant.

Portugal hat internationale Finanzhilfen in Höhe von 78 Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung in Lissabon zu einem harten Sparkurs.