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Griechenland am Abgrund

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Griechenland am Abgrund

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Die griechischen Politiker haben mit “Ja” für weitere Einschnitte gestimmt, doch das Volk stößt an seine Grenzen und sagt “Nein” – mit friedlichen Demonstrationen, an denen Hunderttausende teilnahmen und mit heftigen Krawallen. Hunderte Vermummte legten das Zentrum von Athen in Schutt und Asche.

Zahlreiche Geschäfte wurden geplündert. Der Besitzer eines Kleiderladens, George Monedas, klagt: “Die Lage ist so schlimm wie nie zuvor für die griechischen Ladenbesitzer. Und jetzt auch noch Vandalismus, Brände und Zerstörung. Das gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet.”

Die griechischen Gewerkschaften fürchten, dass das Sparpaket die Rezession noch verschärfen und das Land in der Armut versinken wird. Der Vizepräsident der Gewerkschaft Adedy erklärte: “Die Politiker haben angeblich mit reinem Gewissen abgestimmt, doch uns haben sie nicht überzeugt. Wir werden den Kampf weiterführen, um die Politik zu ändern und um den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Unzufriedenheit über die Maßnahmen kundzutun.”

Die Staatseinnahmen sind 2011 wegen der starken Rezession niedriger als erwartet ausgefallen. Das dadurch entstandene Loch soll mit Geld aus Kürzungen gestopft werden. Experten warnen vor einem Teufelskreis.

Die Leidtragenden sind die Griechen.