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Monsanto muss Bauern für Vergiftung entschädigen

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Monsanto muss Bauern für Vergiftung entschädigen

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Der US-Agrarkonzern Monsanto ist von einem Gericht in Lyon verurteilt worden: Das Unternehmen muss einem französischen Landwirt, der unter Vergiftungserscheinungen litt, eine Entschädigung zahlen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der Bauer mit dem Unkrautvernichtungsmittel Lasso vergiftet hatte. 2004 hatte der Mann das Mittel versehentlich ins Gesicht bekommen, danach war er ein Jahr lang wegen Schwindelanfällen und Muskelbeschwerden nicht arbeitsfähig. Vor fünf Jahren leitete er das Verfahren gegen Monsanto ein.

Der Anwalt des Bauern hatte Monsanto vorgeworfen, Lasso in Frankreich erst 2007 vom Markt genommen zu haben, obwohl die Schädlichkeit des Mittels seit den 80er Jahren bekannt gewesen sei. Monsanto war in Europa bereits wegen gentechnisch verändertem Saatguts in die Kritik geraten.