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Europaparlament entscheidet über Hilfe für Bedürftige

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Europaparlament entscheidet über Hilfe für Bedürftige

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Etwa 18 Millionen Menschen in Europa leiden Hunger und sind auf Hilfe angewiesen.
Über Jahrzehnte hinweg konnte Bedürftigen geholfen werden: Zuletzt standen dafür 500 Millionen Euro pro Jahr aus Mitteln der Agrarpolitik zur Verfügung. Nach einem Gerichtsentscheid, wonach Agrarpolitik und Sozialhilfe unvereinbar sind, sollten diese Mittel dramatisch gekürzt werden. “Wir leben in einer Wirtschaftskrise und Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten werden mit Armut konfrontiert”, so Czeslaw Adam Siekierski, Berichterstatter des Europaparlaments in Straßburg. “Menschen aus dem Süden sowie aus dem Norden des Kontinents, aus neuen und aus alten Mitgliedsstaaten.

Besonders jetzt im Winter befinden sich viele Obdachlose in einer schwierigen Situation.” Die EU-Kommission fand schließlich einen Kompromiss, der es ermöglichen soll, das 500-Millionen-Hilfsprogramm in diesem Jahr und 2013 fortzusetzen.

Darüber wird das Parlament an diesem Mittwoch abstimmen. “Das Europaparlament sowie die Kommission wollen das Programm auch nach 2013 fortsetzen”, unterstreicht ein Paolo di Castro, Vorsitzender des Agrar-Komitees und Abgeordneter der europäischen Sozialisten. “Vermutlich kommt es zu einer entsprechenden Entschließung des Parlaments.”

“Etwa 43 Millionen Menschen in Europa sind nach Schätzungen der Kommission von Ernährungsarmut gefährdet”, so unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva in Straßburg. “Doch ob das Programm fortgesetzt wird oder ob die Hilfe in die Verantwortung der einzelnen Länder übergeht, entscheidet sich erst 2014.”