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Iran weitet Internet-Zensur aus

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Iran weitet Internet-Zensur aus

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Der Iran hat die Zensur im Internet verschärft und verschlüsselte Webseiten blockiert. Die Internetnutzer können derzeit ihre Surfaktivitäten nicht kodieren. Das geht aus Berichten von Iranern und ausländischen Nichtregierungsorganisationen hervor.

Zudem haben die User nur eingeschränkt Zugriff auf E-Mail-Konten wie Yahoo oder Hotmail, auf den Suchdienst Google und das Sozialnetzwerk Facebook.

Beobachtern zufolge plant die iranische Regierung, das Internet des Landes komplett vom Rest der Welt abzuschotten.

Möglicher Hintergrund der Blockade: Viele vermuten hinter der Zensur einen Versuch der Regierung, Absprachen der Aktivisten zu verhindern. Die Opposition hat zu
Demonstrationen im ganzen Land aufgerufen, um die Freilassung ihrer Anführer Mir-Hossein Mussawi und Mehdi Karrubi zu fordern.

Sie waren vor einem Jahr von der iranischen Regierung unter Hausarrest gestellt worden, nach einer Massendemonstration zur Unterstützung der Protestbewegungen des Arabischen Frühlings.