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Referendum der Kosovo-Serben

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Referendum der Kosovo-Serben

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Die serbischen Einwohner des Staates Kosovo haben für sich für den 14. und 15. Februar eine Volksabstimmung organisiert. Sie wollen darüber abstimmen, ob sie die Institutionen des Staates, in dem sie leben, akzeptieren werden oder nicht. Dahinter steht der erklärte Wille vieler Kosovo-Serben, ihr Wohnort im Kosovo möge Serbien zugeschlagen werden. Abstimmungsberechtigt sind 35.000 Personen. In ihrem Nordteil des Kosovo hat die Regierung in Pristina bisher nichts zu sagen.

Die Brücke von Mitrovica hat es zu trauriger Berühmtheit gebracht. Als Ort blutiger Zusammenstöße der Volksgruppen im Kosovo.
Als Symbol für einen gelösten Konflikt.

Der Bürgermeister des serbischen Teils der geteilten Stadt Mitrovica, Krstimir Pantic, sagte nach der Stimmabgabe: “Anders als die Kosovo-Albaner, die Waffen und Gewalt benutzen, benutzen wir Stifte, um unseren Willen kundzutun.Ich erwarte, dass die internationale Gemeinschaft ihr Verhalten gegenüber dem Kosovo ändern wird.”
Die Serben machen rund zehn Prozent der Kosovo-Bevölkerung aus. Belgrad unterstützt sie mit bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr. Sie aber in den eigenen Staat eingemeinden möchte Belgrad nicht – das würde die Verhandlungen mit der EU stören.
Der euronews-Reporter sagt: “Wenn das Ergebnis des Referendums NEIN lautet, rückt eine dauerhafte Lösung in weite Ferne.”