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Timoschenko will nur von ausländischen Ärzten behandelt werden

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Timoschenko will nur von ausländischen Ärzten behandelt werden

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Ein internationales Ärzteteam ist nach Charkow in der Ukraine gereist und hat die inhaftierte ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko untersucht. Timoschenko selbst hatte auf der Behandlung durch ausländische Spezialisten bestanden. Laut ihrem Anwalt befürchtet sie, dass einheimische Mediziner die Ergebnisse fälschen würden.

Seit längerem klagt Timoschenko über schwere Rückenschmerzen. Ihre Tochter, die die Politikerin vor Gericht verteidigte, hatte erklärt, ihre Mutter sei sogar gefoltert worden. Im Prozess war Timoschenko wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden – ein umstrittenes Urteil, das in der Bevölkerung vielfach auf Ablehnung stößt. Vor dem Gefängnis in Charkow versammeln sich immer wieder Unterstützer der prominenten Politikerin. “Präsident Janukowitsch hat Angst”, meint eine von ihnen, “denn er weiß, dass die Menschen ihr vertrauen. Aber er irrt sich, wenn er meint, dass er sie wegsperren kann. Die Ukrainer werden dieses Regime beenden, denn in der Regierung sitzen Banditen.”

Auch der frühere ukrainische Innenminister könnte hinter Gittern landen: Der Generalstaatsanwalt forderte für ihn eine viereinhalbjährige Gefängnisstrafe. Unbestätigten Meldungen zufolge entließ Präsident Viktor Janukowitsch den Wirtschaftminister.