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Xi Jinping zu Antrittsbesuch im Weißen Haus

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Xi Jinping zu Antrittsbesuch im Weißen Haus

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Kein Staatsbesuch wie jeder andere: Der chinesische Vizepräsident und designierte Staats- und Parteichef Xi Jinping ist am Montag mit militärischen Ehren in Washington empfangen worden. Xi gilt als dem Westen gegenüber offen, immerhin war er schon in den achtziger Jahren in den USA und ließ seine Tochter in Harvard studieren. Dennoch bleibt das Verhältnis zwischen Washington und Peking angespannt. Am Dienstag traf Xi mit US-Präsident Barack Obama zusammen, und dieser kündigte an, die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren: “Wir haben wichtige Details über die Möglichkeiten für beide Länder besprochen, ihre wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen zu vertiefen und kritische und strittige Fragen auf konstruktive Weise zu lösen.”

Zuvor war Xi mit US-Vizepräsident Joe Biden zusammengetroffen, der von “einer der wichtigsten bilateralen Beziehungen der Welt“ sprach. Xi selbst sagte, er hoffe, am Aufbau einer Partnerschaft zwischen China und den USA mitwirken zu können: Peking sei bereit, einen konstruktiven Dialog zu Menschenrechtsfragen zu führen. Wichtig sei allerdings, dass beide Länder ihre wirtschaftlichen Angelegenheiten im Dialog und nicht mit protektionistischen Mitteln zu lösen versuchten.

Überschattet wurde der Besuch von Protesten gegen das Vorgehen Chinas in der Tibet-Frage. Erst vor kurzem hatte sich in China ein tibetischer Mönch aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter angezündet.