Eilmeldung

Eilmeldung

Italien verzichtet auf Olympia

Sie lesen gerade:

Italien verzichtet auf Olympia

Schriftgrösse Aa Aa

Die italienische Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2020 ist geplatzt – aus finanziellen Gründen. Einen Tag bevor alle Kandidatenstädte ihre staatlichen Garantien beim Internationalen Olympischen Komitee hinterlegen müssen, erklärte Ministerpräsident Mario Monti, die Bewerbung Roms werde zurückgezogen. “Die Regierung kann die Verantwortung nicht übernehmen, sich unter den gegenwärtigen Umständen für solch ein Projekt einzusetzen”, sagte Monti. “Wir haben die Lage genau untersucht und das damit verbundene Risiko für zu hoch befunden.”

Eine Entscheidung, mit der viele nicht glücklich sind – so etwa der Bürgermeister von Rom, Gianni Alemanno, der in den vergangenen Tagen die Kandidatur vehement verteidigt hatte. “Ich respektiere Montis Bedenken, aber ich verstehe sie nicht”, meinte er. “Mit der Bewerbung investieren wir in die Zukunft des ganzen Landes. Wir wollen jetzt wissen, wie die Pläne der Regierung aussehen, wie sie Italien voranbringen und nicht nur das Budget unter Kontrolle behalten will.”

Vor kurzem hatten auch 60 italienische Spitzenathleten die Regierung aufgefordert, die Kandidatur zu unterstützen. Die Kosten für die Ausrichtung der Spiele in Rom waren auf rund 9,5 Milliarden Euro geschätzt worden. Die Befürworter der Kandidatur argumentierten, dass gleichzeitig 170.000 neue Jobs geschaffen worden wären und auch das Bruttoinlandsprodukt ordentlich zugelegt hätte.