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Leichte Hoffnung für angeschlagenes Portugal

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Leichte Hoffnung für angeschlagenes Portugal

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Vertreter der Troika aus IWF, EU und EZB sind in Portugal eingetroffen, um zu sehen, wie das schwer angeschlagene Land bei seiner Haushaltssanierung vorankommt. Noch gibt es keine Aussagen der Kontrolleure, allerdings scheinen bei allen Problemen keine griechischen Zustände zu drohen. Zum einen sind die Schulden niedriger als die Griechenlands, zum anderen arbeitet die Regierungskoalition besser als die in Athen.

Portugal erhält Hilfe vom europäischen Rettungsfonds EFSF. Die Regierung hat weitreichende Spar- und Reformmaßnahmen gestartet. Dennoch wird darüber spekuliert, ob das Hilfspaket noch weiter aufgeplustert werden muss. Laut IWF-Experten könnten die derzeit weiter steigenden Schulden Portugals ab kommendem Jahr wieder zurückgehen.

Für leichte Hoffnung sorgte vor allem die jüngste Anleihenauktion: So konnte sich das Land jetzt zu vergleichsweise günstigen Konditionen neues Geld besorgen. Lissabon gab erfolgreich Anleihen über 3 Milliarden Euro mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten heraus. Die Ausgabe glückte bemerkenswerterweise, obwohl die Ratingagentur Moody’s Portugal erst vor zwei Tagen herabgestuft hatte.