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Nicolas Sarkozy will wiedergewählt werden

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Nicolas Sarkozy will wiedergewählt werden

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Nicolas Sarkozy hat nun offiziell verkündet, er werde
bei der bevorstehenden Präsidentenwahl antreten. Daran hatte zwar auch nie jemand so richtig gezweifelt – trotzdem hielt sich Frankreichs Staatsoberhaupt bisher bedeckt. Erst mit einem Fernsehauftritt am Abend änderte er das.

Seit etlichen Wochen habe er sich mit dem Gedanken aber doch schon getragen, lässt Sarkozy sich dabei entlocken. Er wolle antreten, weil er den Franzosen etwas zu sagen habe, ihnen Vorschläge machen wolle. Für die angestoßenen Veränderungen müssten die Franzosen in den nächsten fünf Jahren vor allem verstehen, dass in einem starken Frankreich sie auch geschützt seien.

Ein starkes Frankreich – das ist auch das Motto seines Wahlkampfs. In den Umfragen sieht der konservative Sarkozy dagegen ziemlich schwach aus: Zur Zeit liegt er deutlich hinter dem Sozialisten François Hollande.

Das sei doch schon immer klar gewesen, meint Hollande zu Sarkozys Entscheidung. Seit fünf Jahren
sei dieser doch ein Kandidatenpräsident, gleich nach
der Wahl habe er schon wieder Wahlkampf gemacht.
Sein Amtsantritt sei auch schon wieder Abschied vom Amt gewesen.

Gut zwei Monate hat Sarkozy nun Zeit, seinen Rückstand möglicherweise aufzuholen. Eine Mehrheit
der Franzosen ist mit ihm unzufrieden: Zu schaffen machen ihm zum Beispiel schlechte Wirtschaftsdaten, wie die hohe Arbeitslosigkeit.

Die Präsidentenwahl findet am 22. April statt, zwei Wochen später dann eine mögliche – und höchst wahrscheinliche – Stichwahl.