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Durchgeknallte Nazis und eine Reggae-Legende

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Durchgeknallte Nazis und eine Reggae-Legende

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Eine schwarze Science-Fiction-Komödie über Nazis vom Mond, die die Erde überfallen gehört zu den heißesten Streifen bei der Berlinale. Hier hatte “Iron Sky” Weltpremiere.

Der Film nimmt die Zuschauer mit auf einen wilden Ritt zur dunklen Seite des Mondes, wo ein paar durchgeglühte Nazis, die den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, eine Militärbasis aufgebaut haben und jetzt einen Meteorblitzkrieg gegen die Erde planen.

Die Idee zum Film entstand in einer finnischen Sauna, erzählt Regisseur Timo Vuorensola: “Einer unserer Autoren hat mir mal, als wir in der Sauna saßen, von seinem Traum erzählt. Er sagte: Ich hatte einen Traum, da fuhr ich Fahrrad und hatte einen kleinen Hitler auf der Schulter, der mir ins Ohr gesabbelt hat und richtig sauer war, und dann bin ich aufgewacht und dachte: lass’ uns einen Film über Nazis vom Mond machen.”

Ein paar Wissenschaftler der arktischen Nazi-Festung “Neu-Schwaben” sind mit Raketen auf den Mond geflohen. Hier bauen sie eine ganze Armada an Nazi-Ufos mit dem Ziel, die Bevölkerung der Erde zu unterjochen. Der durchaus bewusst trashige Film lief außerhalb des Wettbewerbs.

Ebenfalls abseits des Wettbewerbs lief die Doku “Marly” über das Leben der Reggae-Ikone Bob Marley. Kevin Macdonald, der unter anderem bei “Der letzte König von Schottland” Regie führte, folgt hier dem Leben Marleys von dessen Geburt im Jahre 1945 an bis zu seinem Krebstod 1981.

Der Marley-Sohn Rohan war zusammen mit einem alten Freund seines Vaters bei der Premiere in Berlin. Der Film zeigt Bob Marly als einen Mann mit vielen Talenten, als überzeugten Rastafari und als jemanden, der gemäß seinen Prinzipien lebte.

Kevin Macdonald: “Er lebte das Leben, das er predigte. Er gab den Großteil seines Besitzes ab, er war bereit, alles zu tun, damit seine Musik gehört wird und er seine Botschaft verbreiten kann. Er stand für einen Optimismus, der wirklich selten ist in unserer Welt.”

Macdonald interviewte für den Film viele von Marleys Freunden, Geliebten und Familienangehörigen – darunter auch einige seiner 12 Kinder und Ehefrau Rita – um dem Mann hinter der Legende näherzukommen.