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Grünes Licht für Landwirtschaftsabkommen mit Marokko

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Grünes Licht für Landwirtschaftsabkommen mit Marokko

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Das Europaparlament hat einem Abkommen zwischen der EU und Marokko zur gegenseitigen Liberalisierung des Handels mit Landwirtschaftsprodukten und Fischerei-Erzeugnissen zugestimmt. Der Berichterstatter des Parlaments, Jose Bove von den Grünen, sprach sich gegen das Abkommen aus. Das Problem seien die Exportunternehmen, nicht die marokkanischen Landwirte, die nun ebenfalls Opfer des Abkommens würden, so Bove. In der Landwirtschaft liege der Stundenlohn in Europa zwischen acht und 13 Euro. In Marokko verdiene man aber nur fünf Euro pro Tag. Aus dem Handels-Ausschuss des Parlaments hingegen hieß es, zahlreiche marokkanische Erzeugnisse, darunter Tomaten, andere Gemüsearten und Früchte unterlägen der Quotierung und Kontrolle. “Bei einer Reihe von Produkten gibt es Quoten, dann gibt es Festpreise, um ein Preis-Dumping zu vermeiden”, erläutert der Vorsitzende des Ausschusses, Vital Moreira. “Auch gibt es Zeiten des Importverbots, um die Ernten in der Europäischen Union zu schützen.” Die EU will die Zusammenarbeit mit Marokko ausweiten. So stimmte das Europaparlament Finanzprogrammen für Marokko zu. Langfristig soll Marokko in den europäischen Binnenmarkt integriert werden.